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I Ging · gèn

Das Stillehalten

Berg — ein Gipfel-Yang unter zwei Yin, das, was sich hält, ohne sich zu bewegen

Trigramme Montagne (gèn)Montagne · gèn

Family

Youngest Son

Animal

The Dog

Direction

Northeast

Season

Late winter

Element

Earth

Body

Hand

Virtue

Keeping Still

Polarity

Topping yang (1 yang at top)

Symbolism

Das Schriftzeichen 艮 (gèn) bedeutet anhalten, verweilen, bewahren. Das Trigramm setzt eine Yang-Linie an die Spitze, zwei Yin darunter — es ist der Berg, dessen Masse nach unten drückt und dessen trockener, fester Gipfel die obere Grenze setzt. Der Berg ist nicht die Abwesenheit von Bewegung, er ist die Bewegung, die ihre Ruhe gefunden hat.

Der Hund ist sein Tier — das Tier der Wache, das wachsam und unbeweglich an der Schwelle steht.

General meaning

Gèn bezeichnet das rechte Stillhalten. Rechtzeitig anhalten zu können ist eine seltene Tugend — die konfuzianische Kultur machte sie zum Gipfel der Weisheit. Was anzuhalten weiß, erschöpft sich nicht, überschreitet die Grenzen nicht, bewahrt seine Mitte.

In einer Befragung empfangen, lädt Gèn zur aktiven Pause ein. Nicht zur Passivität; ein bewusstes Anhalten, das die äußere Bewegung ihr Werk tun lässt, ohne dass wir sie weiter aufrühren.

As upper trigram

Wenn der Berg oben steht, setzt er eine Grenze: ein Kontext, der "bis hierher" sagt. Ein Rahmen, eine Schranke, eine Mauer, die Lehrer sein kann. Eine Einladung zur Bescheidenheit.

As lower trigram

Wenn der Berg unten steht, muss sich das Subjekt verankern. Festhalten, sich nicht mitreißen lassen, seinen Boden bewahren.

Hexagrams where it appears

This trigram enters 16 of the 64 hexagrams — 8 times as lower, 8 times as upper. The 8 pure hexagrams (where it is doubled) are flagged.

Frequently asked

Ist die Stille des Yi Jing Resignation?
Nein, das genaue Gegenteil. Resignation erduldet; das Stillhalten Gèns wählt. Aushalten ist eine Handlung. Die Tradition setzt das Unbewegliche dem Wankelmütigen entgegen — jenem, der alles will, sich aber an nichts hält. Gèn ist das Gegengift zur Zerstreuung, nicht zum Handeln.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Gèn und der Meditationspraxis?
Ein sehr enger. Sämtliche chinesischen taoistischen und buddhistischen Kommentare sahen in Gèn die kosmische Gestalt der Meditation: der sitzende, stille, achtsame Körper. Es ist kein Zufall, dass der Bildkommentar sagt: "der Weise hält seinen Gedanken in seiner Wohnstatt". Meditieren heißt, auf Gèn zu lagern.
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